FACTOR.HEIMAT

Projektreihe der Offenen Jugendarbeit Lustenau

 

 

 

 

 

In Kooperation mit HEIMATABEND ODER WIE FREMD HEIMISCH WIRD veranstaltet das Team der Offenen Jugendarbeit Lustenau eine Vielfalt an Projekten im Laufe des Jahres 2014. Alle Projekte beziehen sich auf das Thema Heimat und werden gemeinsam mit Lustenauer Ein- und Mehr-heimischen Jugendlichen entworfen und umgesetzt, nach dem Motto:

        „Heimat um uns + Heimat in uns = FACTOR.HEIMAT“

 

 

 

 

 

Folgende Projekte wurden bereits zur Freude aller Beteiligten erfolgreich durchgeführt:

 

 

ALPEN(T)RAUM 2


 

Projektleitung von Niyazi Sönmez und Benjamin Gruber

 

Durchgeführt 26. – 27.September 2015

 

Ein Berg- und Naturwochenende mit 9 männlichen zweiheimischen Jugendlichen in der Schönheit der Vorarlberger Alpen soll neue Perspektiven eröffnen, um die Schätze unserer Heimat zu erleben. Durch gemeinsames reflektiertes Kochen, die Arbeit mit Naturmaterialien, Wandern kombiniert mit einer Märchen- und Sagenrunde (Kluser Frau und Vlbg. Märchen)  und dem Genießen der Ruhe soll die Auseinandersetzung mit Heimat und „Heimaten“ in der Form von Orten und Atmosphären, Gütern, Beziehungsnetzwerken, Kulturen und Sub-Kulturen ermöglicht werden.

Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden der Termin, die Programmgestaltung, die Auswahl der Hütte und das Einkaufen organisiert.

Sportheim Ebnit

 

Ablauf

Bei der Ankunft um 15.30 Uhr erkundeten wir als erstes die Hütte und die wunderschöne Umgebung im Ebnit. Die Jungs waren begeistert vom Ort, beschlossen gleich, dass es nicht ihr letzter Aufenthalt hier sein wird.

Auf ihre Initiative hin teilten wir die Zimmer sowie die Arbeitsteams ein. Die Jungs selbst beschlossen, in welchem der folgenden Teams sie am besten aufgehoben waren:

1. Team: Feuer und später Grillen

2. Team: Essen vorbereiten

3. Team: Wohlfühl-Zonen

4. Team: Programmvorbereitung: Nachtwandern, Slackline spannen, Bogenschießen, Kartenspielen usw.

5. Team: Abwaschen und Putzen (alle)

 

Dann grillten und aßen wir gemeinsam, wo wir uns über verschiedenste Themen austauschten:

Gesprächsthemen vom Wochenende (Austausch und Reflelexionen):

Essen, Vegetarismus, Veganismus, Fleischkonsum, Massentierhaltung

Freiräume

Hütte weckte Kindheitserinnerungen, manche von den Jungs waren schon als Kinder hier und tauschten sich über diese Erlebnisse aus

Natur, Berge, Stille, Gemütlichkeit und Ruhe des Landlebens

Das Gemeinschaftsgefühl untereinander

Bedeutung von Essenskultur (vom Essen, schön Anrichten und dabei zusammensitzen und sich in Ruhe nur auf das Essen, den Genuss und die Leute am Tisch zu konzentrieren), viele der Jungs meinten, dass es bei ihnen zu Hause viel zu wenig Zeiten, an denen dies möglich ist und auch tatsächlich passiert, gibt. Sie tauschten sich auch über Essenskultur in verschiedenen Kulturen aus

Fasten, wie sinnvoll? (Ramadan)

Definition Heimat

Interpretation Religion (Islam)

Türken – Kurden Konflikt (Es waren 2 kurdische Jugendliche dabei)

Sportarten in Natur und in den Bergen: Klettern, Skifahren, Wandern; Austausch von Erfahrungen, Vorlieben und Wünschen

Erziehung und Beziehung

Freundschaft

Grenzerfahrungen ( Flying Fox )

Nach dem Essen brachen wir zu einer zweistündigen Nachtwanderung mit Fackeln auf. Das Gefühl des Ausgesetzseins in der Natur löste verschiedenste Reaktionen aus und schweißte die Gruppe zusammen.

Als wir ein schönes und geeignetes Waldstück gefunden hatten, entschieden wir uns noch an Ort und Stelle mit Klangschale, Kerzen, Märchen und der Sage der Kluser Frau einen sinnlichen und unvergesslichen Moment zu schaffen.

Zurück im Sportheim machten wir ein Lagerfeuer, grillten Marshmallows und Maiskolben zu den lieblichen Melodien von Benni‘s Gitarre, einer Tasse Schwarztee und dem Rauchen einer Minz-Shisha.

Danach spielten wir noch eine Zeit lang Verstecken im Sportheim und ließen es gruseln und spuken.

Dann gab es noch ein paar Unermüdliche, die mit dem Projektleiter noch gejasst haben.

Am nächsten Tag ging es um 9:00 Uhr los mit gemütlichem Kaffee, Tee und Frühstück zu einer fantastischen Kulisse. Den Jungs war es selbst total wichtig, nichts vom Essen zu verschwenden, sie motivierten sich gegenseitig, unterschiedlichste Ideen zu entwickeln, wie das Übriggebliebene vom Vortag genutzt werden konnte.

Dann putzten wir, spielten Fußball, Tischtennis, Federball, Bogenschießen, und genossen noch eine Weile die wunderschöne Landschaft im Sonnenschein der fantastischen Bergkulisse. Die Jugendlichen liebten es.

So gegen Mittag  erkundeten wir die Gegend nochmals bei Tageslicht und sammeln Ideen für ein HEIMAT-Fotoshooting mit und ohne die T-Shirts  (siehe Fotos) und tobten herum.

Um 15.00 Uhr ging es um Grenzerfahrungen und Vertrauen beim Flying Fox - das war ein wundervoller Abschluss, bevor die die Heimfahrt antraten.

Das ganze Wochenende wurde komplett alkoholfrei durchgeführt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HEIMAT STREETSOCCERTURNIER


 

Projektleitung von Niyazi Sönmez und Tom Wiedemann

 

Durchgeführt 14. Juni 2015

 

Fußball muss kein Gegeneinander der Nationalitäten sein,

Fußball verbindet auch! 

 

 

 

Aus diesem Grund hat die Offene Jugendarbeit Lustenau ein Heimat Streetsoccerturnier organisiert und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Herkunftsgeschichten zu einem gemeinsamen Spiel eingeladen.

 

 

Die Teilnehmer_Innen feierten miteinander ihre verschiedenen kulturellen Hintergründe indem interkulturelle Mannschaften Fußball spielten und von der jubelten Masse mit den „Heimat-Ratschen“ angefeuert wurden. Mannschaftsdresse mit Aufschriften „Neuheimisch“, „Einheimisch“, „Dreiheimisch“, „Rheinheimisch“, „Zweiheimisch“,  „Keinheimisch“,  „Mehrheimisch“ konnten gewählt werden. Man setzte sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden auseinander, fand Mannschaftsidentitäten und neue Zugehörigkeiten.

 

 

Nicht nur durch das gemeinsame Spiel sondern auch durch das Hören von Lieblingsmusik welche die Jugendlichen selbst mitbrachten entstand eine ausgelassene Stimmung dadurch wurde es einfacher Neues kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

 

Bei der gesamten Veranstaltung standen Fairplay, Miteinander, Respekt und gemeinschaftliche Heimatgefühle im Vordergrund.

 

Hier findet ihr weitere Bilder ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HEIMAT.LIED


 

Projektleitung von Roman Zöhrer

 

Durchgeführt September bis Dezember 2014

 

Last but not least haben wir ein einzigartiges Schmankerl für euch, anlässlich des Abschlusses der Projektreihe Factor.Heimat. 

Im Rahmen der Heimatprojekte sind wir, die Offene Jugendarbeit Lustenau, und die Jugendlichen Lustenaus, durch Wiesen und Wälder der heimischen Alpen gehirscht, haben mit Theater unsere Heimat bespielt, interkulturelle kulinarische Höhenflüge erlebt, vielheimische Fotokunst geschaffen und die Bedeutungen des Wortes HEIMAT in Postkarten verpackt. 

Was will das Herz mehr?


Um den Heimatbegriff immer weiter zu öffnen, weit über den Tellerrand der nationalistischen Exklusion hinweg, als etwas das uns alle in Vielfalt verbindet, das ausgedrückt, gelebt und geteilt werden will, haben wir noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: Die Musik!


Im Rahmen der Projektreihe Factor.Heimat erhielten zwei junge Vorarlberger Rap-Künstler die Möglichkeit professionell ein Lied mit Musikvideo zu produzieren, welches zum Ausdruck bringt, was ihnen an ihrer Heimat am Herzen liegt.

K-ology (25) hatte sich schon vor einiger Zeit zur Reise des Mundart-Rapsaufgemacht, Smile (19) nahm die Herausforderung liebend gerne an. Dabei entstand ein wunderschöner Song, der zum Nachdenken und Dankbar-sein anregt, und einfach ‚groovt‘.

 

 

Am Abschlussabend der Projektreihe Factor.Heimat, am 20.12.2014 fand die Präsentation des Ländle-Raps von Smile & K-ology mit Videopremiere statt. Es folgte ein Liveauftritt der Künstler, anschließend war die Bühne frei für eine Open Mic Session, bei der einige Vorarlberger Rapper das Publikum zum vibrieren brachte. 

 

 

 

 

 

Publikumsstimmen

Pascal (19) aus der Schweiz:

„Der Song hat mir super gefallen. Ich finde auch das Wort ‚Ländle‘ super: Es ist einfach überall, sogar auf der Milch wenn ich in den Laden geh! Die Vorarlberger sind offensichtlich stolz auf ihre Heimat, das spricht für Vorarlberg. Schöne Frauen gibt es auch J

 

Laura (15) und Sabine (19) aus Lustenau:

„Die Texte sind voll nice, der Beat haut voll ine, sie waren einfach supaguat! Die Texte bringen echt zum Nachdenken über‘s Ländle und über Heimat. Bei den Songs waren auch andere echt Texte die berühren, zum Beispiel sowas wie ‚I will viel zu viel und es isch all no zwenig…‘.“

 

Über die Künstler K-ology & Smile

Smile (19) singt schon sein Leben lang, in jeder Lebenslage, bei jeder Gelegenheit. Einer seiner größten Träume: irgendwann auf den großen Bühnen stehen und zeigen können, was in ihm steckt. Mit seinen ausdrucksvollen Texten begeistert Smile seine Fans, bisher im kleinen Rahmen. Rappen, Texte schreiben, die aus dem Herzen kommen und im Rampenlicht stehen, das macht Smile aus. Der 19jährige startet jetzt voll durch, mit einem chilligen Ländle-Song wird sich das junge Musiktalent nun Gehör verschaffen.

Für Smile war es erst eine Herausforderung auf Dialekt zu texten. Schlussendlich war es dann aber „supereinfach“ weil er über das gesungen hat, was er erlebt, was ihn bewegt. „Wenn das, was einem am Herzen liegt, zur Quelle der Kreativität wird, dann ist es immer einfach. So rappe ich.“ Über die Reaktionen des Publikums meint Smile: „Das ist das Schönste und Wichtigste an der Musik, wenn man andere inspirieren kann!“

 

K-ology (26): Ein Rapper aus Leidenschaft, geheimnisvoll und voller Ideen. Seine liebste Beschäftigung= Rappen! Mit einem Song über seine Heimat Vorarlberg hat er sich, zusammen mit Smile, auf die Reise ganz nach oben zur Spitze des Rap-Olymps gemacht. Jung, erfrischend und einfallsreich macht sich der talentierte Musiker auf den Weg.

Über den Weg von der Idee bis zur Umsetzung meint K-ology, dass es wirklich einfach war. Früher hatte er auf Hochdeutsch getextet, dann wollte er eine neue Herausforderung. Weil er, als einer der wenigen, dann schon Erfahrung mit Xi-berger Mundart-Rap hatte, wurde er von der OJAL mit ins Boot geholt. Für ihn sei auch das Thema ‚Ländle-Räp‘ super gewesen, weil „mir leabnd jo do, mir erleabnd des jeden Tag. Außerdem kond d Lüt jo o zu uns in Urlaub, mir honds do so schö, mir hond so viel.“ Und weil K-ology genau das wichtig ist, aufzuzeigen wie fantastisch unsere Heimat eigentlich ist, war es für ihn keine Zauberei, daraus einen Song zu machen, der begeistert.

 

 

 

 

 

HEIMAT.POSTKARTEN

 

Projektleitung von Kerstin Hofer

Durchführung im Oktober bis Dezember 2014

 

Heimat ist nicht Raum,

nicht Freundschaft,

nicht Liebe – Heimat ist Friede

                               Paul Keller

 

 

Das ist ein Zitat, welches die jungen Menschen für ihre Heimat.Postkarten verwendet haben.

In einem Zeitraum von drei Monaten befasste sich die Projektgruppe mit dem Thema Heimat und schaffte dabei einen Austausch über die unterschiedlichen „Heimatbilder“. Die Jugendlichen erfuhren die unterschiedlichen und vielfältigen Assoziationen, Werte und Gefühle zum Begriff „Heimat“. Das Projekt befasste sich mit der eigenen Identität, den eigenen Wurzeln und den Gefühlen zum Thema „Heimat“. Jugendliche hatten die Möglichkeit, sich auf verschiedene Art und Weise mit sich selber auseinander zu setzen.

 

Ziel des gesamten Projektes war es, dass sich junge LustenauerInnen, mit und ohne Migrationsgeschichte, mit den eigenen Wurzeln beschäftigen und die eigene Identität entwickeln können.

Dabei wurde eine Ebene geschaffen, wo mögliche Vorurteile erkannt und reflektiert wurden, um die wertvolle Vielfältigkeit des „Miteinander“ zu erkennen. Die jungen Menschen kreierten kreative Postkarten zum Thema „Heimat ist...“, welche bei der Abschlussveranstaltung am 20. Dezember 2014 präsentiert wurden.

 

„Ganz besonders hat mich die Vielfalt der jungen Menschen beeindruckt. Es war schön zu erleben, wie viel Lust die Mädchen und Jungs hatten, sich mit dem Thema „Heimat“ auseinander zu setzen. Der gesamte Prozess war für mich ein Ort der Begegnung – Begegnung zwischen unterschiedlichen Kulturen, Werten und Gefühlen. Dies ist eine Grundlage für das gegenseitige Kennenlernen, für den Aufbau von Toleranz, für den Abbau von Vorurteilen und vor allem konnten neue Freundschaften geknüpft werden.“ so Kerstin Hofer

 

 

 

 

 

 

 

HEIMAT.GEFÜHLE

 

Projektleitung von Julia Felder, Michaela Bily

Durchführung im August 2014

 

Gemeinsam mit 10 Mädchen planten wir ein Hüttenwochenende, bei welchem das Erleben und Erforschen von Heimat über Körperwahrnehmung und Körpersprache im Zentrum stehen sollte.

Zwei Tage lang genossen wir die Natur mit allen Sinnen, beschäftigten uns mit Ernährung und der Herkunft von Produkten, grillten biologische und regionale Produkte am Lagerfeuer und tauschten uns über Themen wie ‚Pilzen‘, ‚Sicherheit für Mädchen in Vorarlberg‘ bis über ‚artgerechte Tierhaltung‘ aus. Darüber hinaus brachten wir unsere Assoziationen zu Heimat an diesen gemeinsamen Ort und drückten unsere Heimatgefühle in der Theatersprache aus.

 

 

 

‚DIE KAMERA‘: Die Teilnehmerinnen gehen mit geschlossenen Augen, von einer Partnerin geführt durch den Wald, und lassen sich von der Partnerin einzelne Bilder zeigen, bei denen sie - wie bei einer Kamera - nur kurz die Augen öffnen, um das Bild wirken zu lassen.
Wir sammelten Assoziation zu ‚Was ist meine Heimat?‘ und ‚Was macht meine Heimat aus?‘
‚DIE HEIMAT GALERIE‘: Über zwei ausgewählten Ergebnissen unseres Brainstormings machen wir Theater-Bilder, aus denen eine kurze, aussagekräftige Szene mit Text entsteht.

 

 

 

 

 

HEIMAT.PICKNICK

 

Projektleitung von Michaela Billy                 

Durchführung im September 2014

 

 

 

SITUATION IM VORFELD

Viele junge Menschen kommen mit Hunger zu den Angebote der Offenen Jugendarbeit. Gründe dafür sind zum Beispiel, dass viele Jugendliche am Mittag alleine zuhause sind, weil beide Elternteile berufstätig sind. Weiter haben einige junge Menschen wenig bis gar keine finanziellen Mittel sich in der Freizeit selbst zu versorgen. Angebote wie eine gesunde Jause im Jugendhaus werden von den jungen Menschen freudig und dankbar angenommen.

Mit diesem Hintergrund hat die Mobile Jugendarbeit, welche eine breite Zielgruppe an Jugendlichen erreicht, das Projekt „Heimat-Picknick“ gestartet, mit dem Ziel, gemeinsam mit Jugendlichen zu essen, und dabei besonderen Wert auf Produkte aus der eigenen Heimat zu legen. Dabei soll ein Zusammenkommen mit offenen Gesprächen und Diskussionen zum Thema Heimat möglich sein.

 

 

 

 

DAS PICKNICK                  

Mobile JugendarbeiterInnen begleiteten verschiedene ein- und mehr-heimische Gruppen von Jugendlichen ins „Hauptjugendhaus“ zum Ort des Picknicks. Die Produkte waren eine Mischung von regionalen Bio-Produkten und Produkten mit türkischem Migrationshintergrund. Sie wurden im Vorfeld mit den beteiligten Jugendlichen ausgewählt. 

 

Das Interesse der jungen Menschen am Heimat-Picknick teilzunehmen war groß. Viele von Ihnen freuten sich über das gemeinsame Essen und die Auswahl der Produkte.

 

Abgesehen von den Auseinandersetzungen mit (traditionellem) Essen, der Herkunft von Lebensmitteln, und Sprache, zeigten sich während und nach dem Picknick die kulturell verschieden Geschlechterrollen als wichtigen Aspekt der Auseinandersetzung mit Heimat und Essens-Kultur. ‚Wer isst vor wem?‘ und ‚Wer ist hier (im Picknick Raum) beheimatet – wer ist hier Gast oder sogar Eindringling?‘ waren dabei die zentralsten Fragen, welche im Hintergrund standen, und im Anschluss an das Picknick auch expliziert gemeinsam reflektiert wurden.

 

 

 

 

 

 

AlpEN(T)RAUM

 

 

Jugendarbeiter Niyazi zeigt sich heimatverbunden

Projektleitung von Niyazi Sönmez und Benjamin Gruber    

Durchführung im September 2014

 

Ein Berg- und Naturwochenende im Sportheim Ebnit mit 10 männlichen zwei-Heimischen Jugendlichen in der Schönheit der Vorarlberger Alpen eröffnet neue Perspektiven, um die Schätze unserer Heimat zu erleben.

Während gemeinsamem reflektiertes Kochen, der Arbeit mit Naturmaterialien, Wandern und dem Genießen der Ruhe, wird die Auseinandersetzung mit Heimat und „Heimaten“ in der Form von Orten und Atmosphären, Gütern, Beziehungsnetzwerken, Kulturen und Sub-Kulturen ermöglicht.

Viel diskutiert wird auf der Hütte zum Beispiel ‚Essenskultur‘. So meint etwa ein 19 jähriger Teilnehmer, dem viel andere beipflichten: „Bei uns zu Hause passiert das viel zu selten, dass man die Zeit hat, oder sich nimmt, wirklich gemeinsam als Familie zusammenzusitzen und das Essen und das Beisammensein in Ruhe zu genießen“). Umso mehr genießen wir genau dieses Beisammensein, das Gemeinschaftsgefühl an diesem Wochenende und die Entschleunigung, die sich – wie die Jugendlichen feststellen - fast automatisch einstellt, wenn wir uns in der Natur befinden.

 

 

 

Wir benutzen Naturmaterialien für ein Heimat-Bild
Nachtwanderung mit Fackeln

 

 

 

 

 

 

Exquisit Interkulturell - Inklusionsgenuss für den anspruchsvollen Gast

 

 

Projektleitung von Niyazi Sönmez

 

 

 

Es gibt zahlreiche Beispiele für das gute Miteinander, bei welchen die verschiedenen Kulturen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Teller miteinander verschmelzen.

Am Samstag den 18.10.2014 schufen wir bewusst einen solchen Miteinander-Raum im Culture Factory in Lustenau. An diesem Tag trafen sich 8 bikulturelle türkisch-österreichische Jugendliche in ihrer Heimat  im Jugendhaus mit einem ein- und mehrheimischen Feuershow-Duo. Es wurde gemeinsam orientalisch gekocht und auf dem Dach des Hauses begann der Aufbau atmosphärischer Räume. Unter freiem Himmel - mit Blick über Lustenau und das angrenzende Umland - wurde am runden Tisch traditionelles Essen, der Geschmack der Shisha und die Klänge der Saz genossen. (Jugendliche) Menschen spielen, kochen und gestalten hier für andere Menschen - ein wesentlicher Unterschied zum Muster ‚Service + Konsum‘.

Leidenschaft und das unermüdliche Streben nach interkulturellem Höhenflug sind die Konstanten dieses Dinners, welches sich durch Eleganz und Raffinement und traditionell Türkischem Flair ausgezeichnet. Die orientalischen Klänge beleben schließlich eine Feuershow, durchgeführt durch ein Duo, dass wieder verschiedene kulturelle Einflüsse miteinfließen lassen.

 

Exquisit Interkulturell bietet einen lebendigen, bunten Ort der Begegnung und bietet sinnliche Genüsse für Augen, Ohren, Nase und das Herz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Projekte in Vorbereitung oder Durchführung:

 

YOUNG TURKS

Die visuelle Beschäftigung mit dem Sehen und gesehen-Werden von sogenannten ‚Gastarbeiterkindern‘ der zweiten und dritten Generation unter der Leitung von Niyazi Sönmez